Frankreich: Student zu sechs Jahren verurteilt für Darknet Ecstasy-Handel

08/04/2021Unkategorisiert

Olivier Abtout, ein 27-jähriger Einwohner von Angers, wurde vom Strafgericht Angers zu sechs Jahren Haft verurteilt, weil er Ecstasy und MDMA über das Darkweb vertrieben hatte.

Abtout wurde zum ersten Mal im Februar 2019 festgenommen, als er versuchte, eine Kiste mit Drogen, die er online bestellt hatte, zurückzuholen.

Ein Postkurier hatte versucht, eine Kiste an Abtouts Adresse zu liefern, konnte ihn aber nicht als den vorgesehenen Empfänger identifizieren. Abtout weigerte sich, dem Kurier einen Ausweis zu geben. Abtout behauptete, der vorgesehene Empfänger zu sein, als der Postbote die Zustelladresse aufsuchte. Daraufhin weigerte sich der Kurier, die Sendung von Abtout zuzustellen. Er stieg in sein Auto und fuhr mit dem Paket davon. Abtout kam während der Fahrt auf das Fahrzeug zu, schnappte sich den Karton und flüchtete. Der Kurier verfolgte ihn, nahm ihn fest und stellte das Paket sicher.

Nachdem Abtout als Kopf eines Kokainhandelsnetzes identifiziert worden war, nahmen ihn französische Strafverfolgungsbeamte neun Monate später, im Dezember 2019, erneut fest. Die Ermittler fanden heraus, dass Abtout und vier Mitverschwörer erhebliche Mengen an MDMA über Darkweb-Märkte gehandelt hatten.

Ermittler der Kriminalpolizei von Angers erließen am 10. Dezember 2019 Durchsuchungsbeschlüsse für Abtouts Wohnsitz und ein von ihm gemietetes Lager. Die Ermittler entdeckten drei Kilogramm Ecstasy in Abtouts Wohnung und 20 Kilogramm in seinem Lagerraum und stellten sie sicher. Abtout und vier Komplizen wurden von der Polizei festgenommen.

Ende Juli 2021 wurden Abtout und seine Komplizen vor dem Strafgericht Angers zu einer Anhörung über ihr Strafmaß geladen. Die Staatsanwälte erklärten dem Gericht, dass Abtout in den internationalen Drogenhandel über das Darkweb verwickelt war, und forderten eine Strafe von sieben Jahren. Das Gericht verurteilte den Angeklagten zu sechs Jahren Gefängnis und einer Geldstrafe von 5.000 Euro.

Den Mitverschwörern werden u. a. Drogenhandel und verschiedene Formen von Betrug vorgeworfen. Einer der Mitverschwörer wurde zu einer achtmonatigen Bewährungsstrafe verurteilt. Die anderen warten noch auf ihre Strafe.